Solution:
Weil wegen (2) die ri nicht alle 0 sein und wegen (1) nicht alle das gleiche Vorzeichen haben können, gilt b>0 und a<0. Mit P={i:ui>0} und N={i:ui≤0} sowie p=∣P∣ und n=∣N∣ gilt p+n=2019 und aus (1) folgt
0=∑i=12019ui=∑i∈Pui−∑i∈N∣ui∣, also ∑i∈Pui=∑i∈N∣ui∣.
Damit können wir abschätzen:
∑i∈Pui2≤∑i∈Pbui=b∑i∈N∣ui∣≤b∑i∈N∣a∣=−nab \hspace{0.5cm} (3)
sowie
∑i∈Nui2≤∑i∈Naui≤∣a∣∑i∈N∣ui∣=∣a∣∑i∈Pui≤−pab \hspace{0.5cm} (4).
Es folgt 1=∑i∈Pui2+∑i∈Nui2≤−(p+n)ab=−2019ab, und damit die Behauptung.
Solution 2:
Wiederum ausgehend von b>0 und a<0 betrachten wir die folgende konvexe Punktmenge C in der x-y-Ebene:
(i) Der untere Rand von C ist die Parabel y=x2 im Bereich a≤x≤b.
(ii) Der obere Rand von C ist die Gerade g:y=(a+b)x−ab im Bereich a≤x≤b.
Jeder der Punkte (ui,ui2) liegt auf dem unteren Rand von C. Daher liegt der Schwerpunkt S dieser 2019 Punkte, die mit gleicher Masse versehen seien, ebenfalls in C. Es gilt S=(20191∑i=12019ui,20191∑i=12019ui2)=(0,20191). Für g gilt an der Stelle x=0, dass y=−ab ist. S darf nicht oberhalb der oberen Begrenzung liegen, woraus die Behauptung folgt.
Solution 3:
(Ein Ein-Zeilen-Beweis):
0≤∑i=12019(ri−a)(b−ri)=∑i=12019(−ri2+(b+a)ri−ab)=−1−2019ab⇔ab≤2019−1.