Solution:
Aus der Voraussetzung folgt, dass die kleinste der Zahlen a1,a2,…,a2022 mindestens 1, die zweitkleinste mindestens 2 ist, usw. bis zur 2022-ten, die mindestens 2022 sein muss. Wenn wir nun die Zahlen a1,…,a2022 sukzessive der Größe nach durch 1,2,…,2022 ersetzen, so wird die Summe aus dem Aufgabentext nicht größer. Wir sehen also, dass wir uns auf den Fall einschränken dürfen, dass (a1,a2,…,a2022) paarweise verschiedene positive ganze Zahlen sind. Nun ersetzen wir 2022 durch eine beliebige positive ganze Zahl k und behaupten, dass der kleinste Wert s(k), den die Summe
⌊1a1⌋+⌊2a2⌋+⋯+⌊kak⌋
annehmen kann, wenn a1,a2,…,ak paarweise verschiedene positive ganze Zahlen sind, genau ⌊log2(k)⌋ beträgt.
- Untere Schranke: Da m offenbar monoton steigend ist, genügt es zu zeigen, dass m(2t)≥t gilt. Der Fall t=0 ist klar, für t>0 verwenden wir vollständige Induktion und setzen daher m(2t−1)≥t−1 als bekannt voraus. Es seien a1,a2,…,a2t beliebige paarweise verschiedene positive ganze Zahlen. Dann ist das Maximum ai dieser Zahlen mindestens 2t. Falls i>2t−1, so gilt nun
⌊1a1⌋+⌊2a2⌋+⋯+⌊2ta2t⌋≥⌊1a1⌋+⌊2a2⌋+⋯+⌊2t−1a2t−1⌋+⌊iai⌋≥m(2t−1)+1=t−1+1=t
Falls jedoch i≤2t−1, so ist die Menge X={1,2,…,2t−1}∖{a1,a2,…,a2t−1} nicht leer. Sei b∈X beliebig. Dann gilt ai≥2t=2t−1+2t−1≥b+i, also gilt
⌊1a1⌋+⌊2a2⌋+⋯+⌊2ta2t⌋≥⌊1a1⌋+⋯+⌊ib+i⌋+⋯+⌊2t−1a2t−1⌋≥m(2t−1)+1=t−1+1=t
- Obere Schranke: Wir setzen
ai={i−1,2s+1−1,falls i keine Zweierpotenz ist,falls i=2s.
Dann sind a1,a2,…,ak paarweise verschiedene positive ganze Zahlen und es gilt
⌊iai⌋={0,1falls i keine Zweierpotenz ist,andernfalls.
also folgt ⌊1a1⌋+⌊2a2⌋+⋯+⌊kak⌋=⌊log2(k)⌋.
Angewandt auf die konkrete Situation der Aufgabenstellung erhalten wir, dass der kleinste Wert, den die angegebene Summe annehmen kann, gleich ⌊log2(2022)⌋=11 ist.